am 17. Dezember ist in Dormagen-Zons ein Stolperstein für Ernst Junghans verlegt werden. Junghans war Gewerkschafter, KPD-Mitglied und bekannter aktiver Antifaschist. Er wurde bereits am 3. Februar 1933 von den Nazis gejagt und angeschossen. Einen Tag später starb er an seinen Verletzungen. Damit ist er das erste Opfer der Nazis in Dormagen nachdem sie an die Macht gelangt waren. Ernst Junghans hatte sich bereits vor dem 30. Januar 1933 aktiv gegen die Nazis engagiert. So hatte er im Wahlkampf in Lippe (Anfang Januar 1933) am selben Tag wie Hitler eine Rede gehalten, in der er deutlich vor einem Wahlsieg der Nazis und dessen Folgen gewarnt hatte. Am 23. August 1949 bescheinigte der damalige Bürgermeister von Zons, dass »Ernst Junghans einer der tätigsten Antifaschisten im ganzen Landkreise« war.
Mit dem Stolperstein für Ernst Junghans wird dem Engagement und dem Widerstand gegen die Nazis gedacht. Es ist, wie Katharina Müllejans-Lukas, Kevin Lipinski und Benjamin Rose, alle drei Schülerinnen und Schüler der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, in ihrer bewegenden Rede bei der Stolpersteinverlegung sagten:
»Wir dürfen den Kampf gegen Faschismus nicht aufgeben und deswegen müssen wir uns erinnern und dürfen diese tragischen Ereignisse nicht vergessen. Damit dies nicht passiert und auch andere Menschen davon erfahren – und sie müssen davon erfahren – verlegen wir heute an diesem Ort einen Stolperstein.
Damit alle, die hier längs gehen, in Gedanken über diesen Stein stolpern und verstehen, was es bedeutet, wie wichtig es ist, gegen Faschismus, Krieg und Unterdrückung zu sein. Damit der Gedanke weitergetragen wird und Ernst Junghans nicht umsonst gestorben ist.«
Mit Andreas Hensen und Marcus Glöder nahmen auch zwei Mitglieder der Dormagener LINKEN an der Stolpersteinverlegung teil.