8. Februar 2018 Kreisverband

Arbeitslosengeld im Supermarkt

…eine fragwürdige Auszahlungsanweisung.

Künftig sollen mit Barcodezettel an der Supermarktkasse Barauszahlungen vom Jobcenter einlöst werden können. Davon betroffen sind Transverleistungsbezieher*innen die in Not sind und kurzfristig Bargeld benötigen.
Insbesondere vor allem Menschen, die kein Bankkonto besitzen oder einen Vorschuss benötigen. Durch diese fragwürdige Auszahlungsweise will die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter, Kosten durch die Abschaffung der Geldautomaten in den Arbeitsämtern einsparen. DIE LINKE. Rhein-Kreis Neuss lehnt diese Vorgehensweise ab und warnt aber vor einer Stigmatisierung der Betroffenen. Die Gefahr der öffentlichen Vorführung zwischen Haushaltswaren, Putz- und Lebensmitteln, ist völlig unklar.
Obwohl die Barcodezettel neutral gestaltet werden sollen, wirft es die Frage auf ob die Diskretion gewährleitet ist und keine anderen Kund*innen oder die Kassierer*innen bei Vorlage des Auszahlungsscheines bemerken, dass sich diese Leistungsbezieher*innen in einer materiellen Notsituation befinden?
Wir fordern, dass die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen auf keinen Fall verletzt werden dürfen!