23. September 2017 W. Rogel-Obermanns

DIE LINKE sucht OMA!

Foto: DIE LINKE.Grevenbroich

Wahlkampfabschluss in Grevenbroich

Nach aktuellen Umfragen hat jeder zweite Mensch Angst davor, im Alter arm zu sein. Diese Sorge ist berechtigt. Über 40 % der Rentnerinnen und Rentner bekommen heute nur eine Rente von unter 700 €. Das Rentenniveau, das 2001 noch bei 53 % des Durchschnittslohnes lag, ist bereits auf 48 % gesunken. Es wird 2030 nur noch bei 43,7 % liegen. Auch die Gewerkschaften und Sozialverbände warnen verstärkt vor der zunehmenden Altersarmut. Mit dieser Aktion "Wo ist OMA?" forderte DIE LINKE eine sichere Rente für alle! Am Samstag, dem 23.09.2017 stellte DIE LINKE eine kleine Wohnzimmerecke in einem Pavillon für „Oma“ auf dem Marktplatz in Grevenbroich auf. Oma ist leider nicht im bequemen Schaukelstuhl. Wo ist Oma, lautet die Frage, die aufgeworfen wird. Auch einige Bürgerinnen und Bürger fragten nach. Einige Sprechblasen deuteten darauf hin, wo sie sein könnte. So stand auf den Hinweisschildern „Opa bei der Nachtschicht besuchen“ oder „Beim Amt Aufstockung beantragen“. Es wurden auch noch andere Sprechblasen angebracht wie „Oma ist Flaschensammeln“ und “Auf Minijob“. Für alle war klar: Die Rente muss den Lebensstandard sichern und vor Armut schützen! Deswegen fordert DIE LINKE, dass alle in die Rentenversicherungsfinanzierung einbezogen werden, also auch Beamte und Selbstständige. Dazu Walter Rogel-Obermanns (Sprecher der Linken in Grevenbroich): "Die massiven Rentenkürzungen der letzten 15 Jahre müssen rückgängig gemacht werden. Wir fordern eine Mindestrente von 1050 Euro. Es ist niemanden zu erklären, warum Rentnerinnen und Rentner zum Amt als Bittsteller müssen, um die Grundsicherung zu beantragen. Doch müssen wir mit Blick in die Zukunft auch immer wieder klar sagen, dass nur ein höheres Lohnniveau auskömmliche Renten sichert." --------------------------------------------------------------------------------------------------