9. April 2018 Walter Rogel-Obermanns

Einen guten Öffentlichen Dienst gibt es nicht zum Nulltarif!

Der Streik in den Grevenbroicher KITAS ist gerechtfertigt!

Für kommenden Mittwoch, den 11.04.2018, haben die Gewerkschaften einen Warnstreik in den kommunalen KITAS in Grevenbroich angekündigt. Wir als Ortsverband DIE LINKE.Grevenbroich und die Fraktion DIE LINKE-Freie Bürger im Stadtrat Grevenbroich unterstützen wir die Beschäftigten und laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich ebenfalls solidarisch zu zeigen. Denn eins ist klar: Ein attraktiver und gut funktionierender öffentlicher Dienst ist besser für uns alle!

Müllwerker, Krankenschwestern und die vielen anderen, die im Bund und in den kommunalen Einrichtungen arbeiten: Sie alle leisten einen unverzichtbaren Dienst für die Allgemeinheit. Doch ihre Löhne haben sich in den letzten Jahren deutlich schlechter entwickelt als die Löhne in der Gesamtwirtschaft. Die Gewerkschaften fordern deshalb jetzt zu Recht sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst im Bund und in den Gemeinden. Denn auch sie müssen angemessen am wirtschaftlichen Wachstum teilhaben und für die steigenden Lebenshaltungskosten aufkommen können.

Doch trotz sprudelnder Steuereinnahmen flüchten sich die Bundesregierung und die kommunalen Arbeitgebervertreter in scheinheilige Ausreden und drohen unverhohlen mit weiteren Privatisierungen öffentlicher Einrichtungen. Das ist weder gegenüber den Beschäftigten wertschätzend noch ökonomisch sinnvoll. Walter Rogel-Obermanns, Sprecher des Ortsverbandes DIE LINKE.Grevenbroich und Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE-Freie Bürger erklärt vor diesem Hintergrund: „Qualifizierte und motivierte Beschäftigte fallen nicht vom Himmel. Ein attraktiver öffentlicher Dienst ist nicht zum Nulltarif zu haben. Einerseits den unübersehbaren Fachkräftemangel beklagen, andererseits aber nicht einmal bereit sein, die Übernahme von Auszubildenden tarifvertraglich zuzusichern: So werden die Personalprobleme im öffentlichen Dienst sicherlich nicht gelöst werden! Im Interesse der Beschäftigten und des Allgemeinwohls ist ein Kurswechsel bei der Finanzierung öffentlicher Aufgaben unabdingbar. Das Geld dafür müssen wir uns dort holen, wo es im Überfluss ist: bei den wenigen Super-Reichen in unserem Land, die viel zu wenig zur Finanzierung unseres Gemeinwesens beisteuern.“