Info-Stand von DIE LINKE am 23.10.2010 zu den
"Castor-Strecken-Aktionstag" am Bahnhof Grevenbroich
Kaum ist der Castortransport von La Hague ins Wendland in Gorleben eingerollt, stehen die nächsten Transporte vor der Tür – diesmal quer durch NRW und auf der Straße. Der Aufsichtsrat des Jülicher Forschungszentrums hat beschlossen, dass die 152 Castoren, die derzeit in Jülich strahlen, in die Atommülllagerhalle nach Ahaus transportiert werden sollen. Die Genehmigung für die Lagerung von Atommüll in Jülich läuft 2013 aus. Um die Genehmigung zu verlängern, müsste das Lager in Jülich auf den neusten technischen Stand gebracht werden. Die Genehmigung für Ahaus endet 2019.
Katharina Schwabedissen, Landessprecherin DIE LINKE. NRW erklärt dazu: „Die SPD und Grünen Landesregierung in NRW hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass es keine Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus geben wird. Wir erwarten von der Landesregierung eine klare Aussage, dass sie einen Transport verbietet und keinerlei Infrastruktur für den Transport zur Verfügung stellen wird! Sollte das nicht geschehen, dann unterstützen wir in NRW, dass wendländische Verhältnisse entstehen! Die Verlagerung von Atommüll von einer unsicheren Atommüllgarage in die nächste ist politischer und ökologischer Wahnsinn! Statt strahlende Giftlader durchs Land zu kutschieren, muss das Lager in Jülich umgebaut werden, um eine Verlängerung der Genehmigung zu erhalten – und zwar auf Kosten der Betreiber!“
Sylvia Gabelmann, stellvertretende Landessprecherin DIE LINKE. NRW ergänzt: „Wir werden uns aktiv am Protest gegen den Transport beteiligen. Viele von uns waren am Wochenende im Wendland, um einen breiten und kreativen Protest gegen den Castor zu unterstützten. Wir sind sicher, dass auch nach NRW eine breite Mobilisierung stattfinden wird und der Castor blockiert und gestoppt wird! Statt hochgefährlichen Transporten von Atommüllfässern brauchen wir die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen, damit die Produktion des Atommülls endlich beendet wird!“
Walter Rogel-Obermanns, Sprecher von DIE LINKE.Grevenbroich und Ratsherr stellt besorgt die Frage: „Rollen demnächst Castortransporte durch Grevenbroich und dem Rhein-Kreis Neuss? Mögliche Strecken führen durch den Rhein-Kreis Neuss und sogar durch Grevenbroich!“ Bereits am „Castorstrecken-Aktionstag" am 23.Oktober 2011 hat DIE LINKE.Grevenbroich durch Aktionen in unserer Stadt und auf der zentralen Demonstration in Neuss auf diese Gefahr hingewiese