Die Stadtverwaltung Neuss will wieder einmal Gelder für soziale Leistungen kürzen. Diesmal soll es die Jugendarbeit (ebenfalls mal wieder) treffen. Wie die NGZ berichtet (http://www.ngz-online.de/neuss/nachrichten/haus-der-jugend-vor-dem-aus-1.1341564), soll Jugend- und Sozialdezernent Stefan Hahn 130.000 € jährlich im Haushalt für seinen Bereich einsparen.
Dies will er erreichen, indem er die Angebote des Hauses der Jugend am Niedertor in das Greyhound Cafe verschiebt. Der attraktive, altbekannte und kultige Standort am Niedertor würde damit wegfallen.
Die Partei DIE LINKE ist der Meinung, hier soll wieder einmal auf Kosten der sozialen und kulturellen Substanz der Stadt gespart werden, was an anderer Stelle mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen wird. Zu leiden haben wiederum die Schwächsten der Gesellschaft, in diesem Fall die Jugendlichen. Mit immerhin durchschnittlichen 40 Besuchern des Jugendzentrums (Konzerttage nicht eingerechnet) würde dadurch an zentraler Stelle wieder eine Begegnungsstätte wegfallen.
Jonas Bade vom Verein freiraum neuss e.V. stellt dazu in einer Pressemitteilung im Heide-Bote (http://www.heide-bote.de/index.php?name=News&file=article&sid=19076) fest: "Bezugnehmend auf die Ankündigung [...] die beiden innerstädtischen Jugendzentren "Haus der Jugend" und "Greyhound" gegeneinander auszuspielen, lehnt der freiraum neuss e.V. ausdrücklich und vehement jegliche Einschnitte sowohl im sozialen, als auch im kulturellen Bereich ab." Dieser Meinung können wir uns als Partei uneingeschränkt anschließen.
Die einfache politische Lösung lautet Gelder im Haushalt in Richtung Jugendarbeit zu verschieben, wenn im Greyhound Kapazitäten frei sind, statt von diesem Dezernat hinweg.
Vor diesem Hintergrund wird auch die Fraktion Unabhängige / Die Linke die Vorgänge in den Auschüssen (Sozial- und Jugendhilfeausschuss) und kommenden Haushaltsplanungen kritisch begleiten und Protest verlauten lassen. Ratsmitglied Felizitas Wennmacher hofft, diese Fehlentwicklung werde spätestens im Jugendhilfeausschuss gestoppt.
Wir bitten alle Betroffenen, sich mit uns in Verbindung zu setzen, damit wir gemeinsam für die soziale Gerechtigkeit in unserer Stadt kämpfen können.