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Swantje Höhne

Diskussion und Information rund um das Thema „Neue Rechte“

Am 10.04.2019 hatte der Kreisverband Neuss-Dormagen der DKP im Rahmen einer Mitgliederversammlung zu einem Themenabend „Neue Rechte“ eingeladen. Gut vorbereiteter Referent war Sebastian Schott (Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken). Die Idee, ihre Mitgliederversammlungen mit einem Referat plus Diskussion zu einem Thema zu erweitern, das in der deutschen Linken insgesamt von aktuellem Interesse ist, hat die DKP nun zum dritten Mal erprobt und konnte mit dem Ergebnis erneut zufrieden sein. Der Versammlungsraum in der Neusser Gaststätte Hermkes Bur war fast schon überfüllt. Mitglieder der Linkspartei, der AG Jugendpolitik (Linkspartei), der VVN/ BdA, der SJD – Die Falken und auch nicht organisierte Interessentinnen und Interessenten waren gekommen und sorgten für einen lebhaften Abend. Sebastian Schott stellte neue Entwicklungstendenzen der extremen Rechten in Deutschland vor, die unter dem Schlagwort „Neue Rechte“ zusammengefasst werden. Ob dieser Begriff sachlich zutreffend ist oder ob hier nicht eher alte, aber bislang weniger bekannte Entwicklungsstränge des historischen Rechtsradikalismus reaktiviert werden, wurde ebenso solidarisch - kontrovers diskutiert wie Frage, wie die Begriffe „Faschismus“ oder „radikale Rechte“ eigentlich korrekt zu fassen seien. Sebastian Schott stellte eine Rechte vor, die nicht mehr als nostalgischer „Hitler-Fanclub“ daherkommt, sondern als dynamische Jugendbewegung, die sich vor allem in sozialen Medien ansprechend und professionell zu inszenieren weiß. Besonders die Identitäre Bewegung sorgt mit spektakulären Aktionen in der Öffentlichkeit immer wieder für Schlagzeilen und schafft es dabei, von unbedarften Beobachterinnen und Beobachtern auf den ersten Blick gar nicht als „rechts“ erkannt zu werden. Aber auch Denkfabriken wie das Institut für Staatspolitik um seinen umtriebigen Leiter Götz Kubitschek arbeiten daran, jenseits platter Naziparolen die extreme Rechte intellektuell aufzurüsten und in bürgerlichen Kreisen salonfähig zu machen. Einigkeit bestand darin, dass die Erfolge dieser Strategien natürlich eine Aufforderung an Antifaschistinnen und Antifaschisten darstellen, ihre bisherigen Gegenkonzepte auf den Prüfstand zu stellen.
 


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